Melloblocco 2014: Tag 1, Sonne für alle!

Der Melloblocco und das Val Masino wurden heute von Sonnenstrahlen verwöhnt. Ein großartiges Geschenk, das die Melloblocker voll ausgenutzt haben. Natürlich jeder auf seine Art.

Und so hat jeder zu seiner Zeit und an seinen Problemen in seinem Schwierigkeitsgrad begonnen zu… Klettern. Auf jeden Boulder und jede Felswand im ganzen Tal. Die einfache Regel, so simpel sie auch sein mag, ist es zu Bouldern: sich ein Problem suchen, das Crashpad aufklappen und versuchen das Top zu erreichen. Es ist nicht wichtig wie hoch der Boulder ist, ob er unmöglich oder einfach ist, die Zeit wird es zeigen. Denn am Ende des Tages ist es das, was die innere Schönheit der Sache ausmacht.

Es versteht sich von selbst, dass man das alles zusammen mit Freunden macht. Denn Bouldern und der Melloblocco sind ein gemeinsames Spiel. Keiner ist alleine hier. Die Leute knüpfen Kontakte oder kommen sogar her, um sich mit anderen zu treffen. All das findet auf dem großartigen Mello Schauplatz, diesem magischen Garten inmitten des Bergsportzentrums mit dem angrenzenden Dorf statt – während des Kletterns, aber auch in der vielen Zeit dazwischen und während der Partys am Abend. Dort liegt das Herzstück der Veranstaltung, wo sich die Mello-Gemeinde zusammenfindet wenn (aber nur wenn) sie aufhören zu Klettern. Dabei richtet man sich nach dem Rhythmus der immer-währenden Bergwelt, der Felswände, der Wasserfälle und der tausenden Granit-Boulder die im ganzen Tal der Wunder verteilt liegen. Vielleicht liegt es an diesem natürlichen und schönen Rhythmus, dass die Atmosphäre beim Melloblocco so relaxt und frei ist. Oder es liegt einfach nur am Melloblocco selbst.

Tatsache ist, dass sogar bei den heiß begehrten Wettkampf-Problemen – den berühmten 9 Männer- und Frauen-Bouldern, die für die Champions ausgesucht werden – eine entspannte und faire Atmosphäre herrscht. Aber das ist nichts Neues: der Melloblocco hat sich schon immer durch seinen Stil ausgezeichnet. Ein Stil, der anscheinend die vielen Top-Kletterer angesteckt hat. Angefangen mit Gabriele Moroni, der seinen rekordverdächtigen 11. Melloblocco heute mit 5 Tops feierte, genauso viele wie der letztjährige Gewinner Stefano Ghisolfi, gefolgt von Anthony Gullsten mit 4 Tops, und Francesco Vettorata und Sachi Amma die beide 3 Probleme bewältigten. Jenny Lavarda hat ihre Form mit 5 Tops bewiesen, gleich auf mit der konstant starken Barbara Zangerl, Melissa Le Nevé und Ex-Boulder Weltmeisterin Yulia Abramchuk. Auf diese folgten die Neuentdeckungen des Tag 1 Giada Zampa und die 14-jährige Giorgia Tesio mit jeweils 4 bewältigten Problemen. Alexandra Ladurner, Giulia Altonande und Roberta Longo schafften jeweils 3 Probleme.

Es muss gesagt werden, dass Simone Pedeferri – der Kletterer und Künstler, der all diese Wettkampf-Probleme gefunden, gebürstet und sauber gemacht hat – wieder einmal Unmögliches möglich gemacht hat. Einer der Sektoren mit vielen Wettkampf-Problemen, der „Scivolo“ direkt bei Sasso Remenno zum Beispiel, ist ein wirkliches Boulder Paradies. Aus einer Umgebung die von der Sonne durchströmt wird und von gigantischen Wasserfällen umgeben ist, können die Melloblocker Kraft schöpfen.
Der erste Après-Climb Termin heute Abend ist eine Weinprobe der köstlichen lokalen Weine mit typischen Speisen aus Valtellina. Weiter geht’s mit der offiziellen Vorstellung der adidas Athleten, mit dem Vortrag „A Window of Opportunity“ des Marmot Athleten Steve McClure und mit Jacopo Larcher, der seinen Kurzfilm „Zembrocal – Back to La Reunion“ zeigt. Last but not least wird der Red Bull Media House-Film „Cerro Torre – A Snowball’s Chance in Hell“ mit David Lama und unter Regie von Thomas Dirnhofer gezeigt.

Und dann wird getanzt… bis zum Morgengrauen. Morgen macht dann jeder weiter, mit Klettern natürlich!


von Vinicio Stefanello – Planetmountain.com